Lebensläufe

Erzählung

Sisyphus Verlag 2016

Cover Umschlag Heinz Kröpfl Buch Erzählung Lebensläufe Sisyphus Verlag Klagenfurt 2016

Klagenfurt: Sisyphus Verlag 4. Oktober 2016

ISBN-13: 978-3-903125-07-0

185 S., Broschur, Format 13,5 x 20,5 cm

€ 14,80

 

Bestellungen sind auch bei mir möglich und natürlich gerne erwünscht.

 

 

Blöd gelaufen!
 

Der eine: ein kleiner Beamter und ehemaliger Fußballprofi, einsam und dem Leben nur noch resigniert gegenüberstehend.
Der andere: ein erfolgreicher Notar und Familienvater, trotzdem nicht restlos zufrieden damit, wie sein Leben gelaufen ist.
Beide: vor Jahrzehnten enge Schulfreunde – bis wegen eines Mädchens ein unüberwindlicher Graben zwischen ihnen entstand. Nun, mit Mitte vierzig, kreuzen sich ihre Lebenswege erneut – als Schlussläufer eines Staffelbewerbs.
Der eine – vorinformiert und darauf vorbereitet, obwohl sie der Zufall so zusammenführte – hat daraus neue Motivation gezogen und sich wild entschlossen gerüstet.
Der andere – obwohl oder vielleicht noch mehr weil es in seinem Leben auf einmal rapide bergab gegangen ist – nimmt die stumme Herausforderung an. Er kann dabei auf seine große Routine zurückgreifen: Seit seiner Jugend ist er ein begeisterter Läufer, wenn auch derzeit ein wenig aus dem Tritt geraten …

(Klappentext)

 

Heinz Kröpfl Lebensläufe Sisyphus Verlagsprogramm Herbst 2016

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Pressestimmen:

Lebensläufe am Kreuzweg auf Kollisionskurs. […] Atemlose Dringlichkeit lässt keine Pause zu.

- Andreas Schöberl-Negishi, Kleine Zeitung

 

Es kommt zum lange geplanten Showdown, bei dem sich die beiden Vertreter ihres Lebenslaufs endgültig in die Knie zwingen werden, es geht um Lebenssinn und Tod.

In einem erzähltechnisch grandios aufgebauten Finale rennen die beiden Satz für Satz gegeneinander an.

- Helmuth Schönauer, biblio.at

 

Ein Buch, das begeisterte Sportfreunde in den Bann ziehen wird.

- Helga Helnwein, Literarische Kostproben

 

Denn das Perverse an extremen Lebensläufen ist, dass sie immer als Wettkampf ausgerichtet sind und wie beim Duell einen niedergestreckten Gegner als Beweis für die Überlegenheit des eigenen Lebenslaufs brauchen. […] Heinz Kröpfl jedenfalls lässt mit Genuss seine Figuren antreten, um ihnen zu zeigen, dass es in Wirklichkeit ja um was ganz anderes gehen könnte.

- Helmuth Schönauer, Literatur und Kritik

 

Top-Ten-Empfehlung der AK-Bibliothek Steiermark im März 2017.


Rezensionen und Medienberichte (Auszug):

(Zum Vergrößern bitte aufs jeweilige Bild klicken.)

 

"Literatur und Kritik" 511/512 März 2017:

Rezension Heinz Kröpfl Lebensläufe Erzählung Sisyphus Verlag Karl-Markus Gauß Helmuth Schönauer
"Literatur und Kritik" 511/512 März 2017, S. 92-93

Rezension Erzählung Lebensläufe Sisyphus Verlag Helga Helnwein Ein Buch das begeisterte Sportfreunde in den Bann ziehen wird Fußballbuch Laufsportbuch
"Literarische Kostproben" 102/2017, S. 36

Rezension Heinz Kröpfl Lebensläufe Helmuth Schönauer Universitäts- und Landesbibliothek Tirol Universitätsbibliothek Innsbruck Klagenfurt Sisyphus
"meine ULB" 2.2016,4, S. 15

Buchvorstellung Heinz Kröpfl Lebensläufe Sisyphus Running und Fitness Laufmagazin
Running & Fitness Nr. 4/2016, S. 90

Rezension "Lebensläufe" von Helmuth Schönauer:

GEGENWARTSLITERATUR 2551

Lebensläufe

Im engeren Bedeutungssinn hat der Lebenslauf mit dem Abrennen einer Strecke zu tun, und wer einmal einem Marathonisten zugesehen hat, wie er nach dem Ziel zusammenbricht, der versteht, dass es beim Lebenslauf um Leben und Tod geht.

Heinz Kröpfl lässt zwei mehr oder weniger gelungene Karrieren zuerst nebeneinander laufen und schließlich in den finalen Wettkampf eintreten. Denn das Perverse an extremen Lebensläufen ist, dass sie immer als Wettkampf ausgerichtet sind und wie beim Duell einen niedergestreckten Gegner als Beweis für die Überlegenheit des eigenen Lebenslaufs brauchen.

Zwei Schulfreunde hat nach der Schule das Leben verschluckt und auf jeweils eigenen Trommeln aufgewickelt. Kleinstauber ist eine Zeitlang Profitormann gewesen, ehe er kurz vor der entscheidenden Vertragsverlängerung ein Spiel verpatzt und arbeitslos wird. Die Überbrückungsbierchen führen stracks in die Scheidung, und jetzt beginnt das Tagwerk immer mit einer Erektion, die ins Leere führt. Das Leere nämlich ist das Büro, wo der Ex-Tormann Akten auffängt, wenn sie umzufallen drohen. Aber ein Motto Gorgias hält ihn am Leben: „Es gibt nichts, und wenn es etwas gäbe, so wäre es nur Schein.“ (20)

Ganz anders wacht Schmollbeck auf, seine Erektion wird liebevoll von seiner Frau abgeritten, für jeden Tag gibt es eine andere Stellung, ehe das Paar zusammen in die Kanzlei fährt, wo sie Notar und Notarin sind. „Wir haben kein Geld aber verdienen welches“, lautet ihr Motto, das es ermöglicht, alle Konsum- und Trendgüter dieser Erde zu genießen.

In der Stadt ist ein Staffellauf für Firmen angesagt, durch Zufall werden der Aktenschieber und der Notar aufeinandertreffen, die sich mittlerweile nur mehr vom Namen her kennen und sich gegenseitig für ein Arschloch halten. Während der Beamte allmählich mit dem Training beginnt und das tägliche Würstel weglässt, macht der Notar als Trainingseinheit eine Ehekrise durch. Seine Frau geht fremd und beglaubigt ihm das auch noch notariell. Er braucht nicht mehr viel zu trainieren, denn die Lebenswut spornt ihn an.

Es kommt zum lange geplanten Show-Down, bei dem sich die beiden Vertreter ihres Lebenslaufs endgültig in die Knie zwingen werden, es geht um Lebenssinn und Tod. In einem erzähltechnisch grandios aufgebauten Finale rennen die beiden Satz für Satz gegeneinander an, um an der Ziellinie zusammenzubrechen. Wie das Duell ausgeht, darf hier aus Gründen der Fairness gegenüber dem Spannungsbogen nicht erzählt werden.

Heinz Kröpfl jedenfalls lässt mit Genuss seine Figuren antreten um ihnen zu zeigen, dass es in Wirklichkeit ja um was ganz Anderes gehen könnte. Wunderschön geht der Beamte immer wieder aus dem Zimmer hinaus und aufs Klo oder was. Wenn er zurückkommt, nickt er jedes Mal beruhigt, er weiß, dass er wieder um zwölf Minuten älter geworden ist. Die Erzähl- Sympathien gelten eindeutig dem Beamten!

 

Heinz Kröpfl: Lebensläufe. Erzählung.

Klagenfurt: Sisyphus 2016. 185 Seiten. EUR 14,90. ISBN 978-3-903124-07-0.

Heinz Kröpfl, geb. 1968 in Leoben, lebt in St. Michael.

Helmuth Schönauer 10/11/16

 

Helmuth Schönauer | Öffentliches Bibliotheks- und Büchereiwesen | Universitäts- und Landesbibliothek Tirol | Innrain 50 | 6020 Innsbruck | Helmuth.Schoenauer@uibk.ac.at


Buchvorstellung Heinz Kröpfl Lebensläufe Lesung Buchpräsentation Lesefest Trofaiach
Steirerkrone Murtal/Leoben 13.10.2016, S. 32

Buchvorstellung Lebensläufe Heinz Kröpfl Sisyphus Verlag Kleine Zeitung Leoben Andreas Schöberl-Negishi
Kleine Zeitung Leoben 09.10.2016, S. 32-33

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